So funktionieren Bitcoin Zertifikate
Ein Zertifikat ist ein strukturiertes Finanzprodukt, welches eine emittierte Schuldverschreibung darstellt. Das heißt, wenn man ein Zertifikat kauft, ist man Gläubiger. Das Emissionshaus hingegen wird zum Schuldner und bietet einem die Möglichkeit, an einem bestimmten Anlagewert oder Finanzmarkt teilzuhaben.
Zertifikate gelten als Instrumente, die sich auf den Basiswert beziehen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um folgendes handeln:
- Rohstoffe
- Indizes
- Devisen
- Aktien
Somit ist ein Bitcoin Zertifikat ein Zertifikat, das den Bitcoin-Kurs als Grundwert oder Underlying nimmt. Hier ist auch die Rede von indirektem Investment. Da das Bitcoin Zertifikat ein Derivat ist, kauft der Anleger keine echten Bitcoin-Token. Das Zertifikat wird beim entsprechenden Anbieter über ein Wertpapierdepot verwaltet.
Diese Bitcoin Zertifikate gibt es!
Um mit Bitcoins ein Zertifikat zu kaufen, sollte man sich die Details und Vielfalt genauer ansehen. Denn es gibt unterschiedliche Bitcoin Zertifikate, welche nachstehend aufgelistet sind:
- Bitcoin Zertifikate mit 1:1 Kopplung
- Bitcoin Patizipationszertifikate
- Bitcoin Long Zertifikat
- Bitcoin Short Zertifikat
- Gehebelte Bitcoin Zertifikate
Wie alles andere auch, gibt es bei Bitcoin Zertifikaten vor- und Nachteile. Aber zuerst die Vorteile. Anhand eines Bitcoin Zertifikats lässt sich die Bitcoin Weiterentwicklung partizipieren. Allerdings ohne Token kaufen zu müssen, die in einem Krypto-Wallet aufzubewahren sind.
Des Weiteren kann man ein Zertifikat über einen bestehenden Depotanbieter kaufen, ohne sich anzumelden und zu registrieren. Das erspart das Risiko vor Hackerangriffen. Man muss sich zudem nicht um die Abgeltungssteuer kümmern, wenn ein Gewinn eintrifft. Dies rechnet und führt die Depotbank automatisch ab.
Zu den Nachteilen der Bitcoin Zertifikate gehört unter anderem, dass man durch den Erwerb eines Zertifikats keine echten Bitcoin-Token erhält. Außerdem handelt es sich hierbei ausschließlich um ein börsengehandeltes Finanzinstrument. Daher kann dies nur während der Handelszeiten tagsüber und von Montag bis Freitag gehandelt werden.
Weiterhin weisen die Zertifikate einen spekulativen und hochriskanten Charakter auf. Dazu kommt, dass die Gebühren deutlich höher sind als bei den Alternativen zum Bitcoin Zertifikat. Das kommt daher, weil auf der einen Seite das Emissionshaus eine jährliche Festeinnahme berechnet und auf der anderen Seite erhebt der Handelsplatz Anspruch auf eine Order-Gebühr für jede Transaktion. Diese liegt deutlich höher als die Gebühren bei einem Broker oder Kryptobörsen.
Diese Alternativen gibt es
Zu den Bitcoin Zertifikaten gibt es einige Alternativen, damit Anleger an der Kursentwicklung von Bitcoin mitwirken können. Gute Alternativen sind zum Beispiel Bitcoin-Token, Bitcoin ETF, Bitcoin ETN oder Bitcoin CFD.
Fazit
Bitcoin Zertifikate sind eine gute Möglichkeit, um in Bitcoin zu investieren. Allerdings gibt es auch diverse Nachteile, die man nicht außer Acht lassen sollte. Daher sollten sich Privatanleger eher weniger auf Zertifikate festlegen.